Die Auszahlung von finanziellen Leistungen aus Deutschland an ehemalige Häftlinge der Konzentrationslager und Zwangsarbeiter des Dritten Reichs, Unterstützung der Opfer des Nationalsozialismus, sowie das Bewahren der Erinnerung und die Annährung zwischen Polen und Deutschen gehören seit 15 Jahren zu den wichtigsten Aufgaben der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung".
In diesem Zeitraum haben wir an über 700.000 betroffene Personen finanzielle Leistungen in einer Höhe von mehr als 4,7 Mrd. PLN (1,3 Mrd. Euro) ausgezahlt. Die Mittel für diese Leistungen stammen von diversen Stiftungen aus dem Ausland - in erster Linie von der Bundesstiftung "Erinnerung, Verantwortung, Zukunft", dem Österreichischen Fonds für "Versöhnung, Frieden und Zusammenarbeit", dem als "Fond des Londoner Raubgoldes" bekannten Fonds für Holocaust-Überlebende, und dem Schweizer Fonds zugunsten bedürftiger Opfer von Holocaust/Shoa.
Die Aktenmenge, die im Laufe des Auszahlungsprozesses angewachsen ist, beträgt heute über fünf laufende Kilometer. Darin befinden sich Unterlagen von über einer Million Menschen. Es ist eine der größten Sammlungen von Originaldokumenten, Fotos, Briefen, Erinnerungen und anderer Andenken, welche zuvor über mehrere Jahrzehnte von den Betroffenen selbst oder deren Erben aufbewahrt wurden. Der Bestand des Archivs wird - teilweise in Verbindung mit direktem Kontakt mit den Zeitzeugen - für verschiedene wissenschaftliche Forschungs- und Bildungsprojekte genutzt.
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