Am 19. Mai 2010 fand im Museum des Warschauer Aufstands in Warschau die Vorführung des Dokumentarfilms "Zwei Balkone" sowie eine deutsch-polnische Diskussionsrunde mit Jugendlichen aus beiden Ländern.
Der vorgestellte Dokumentarfilm "Zwei Balkone" von Andrzej Falber gibt eine Stimme den NS-Opfern, die während des Warschauer Aufstands in Arbeits- und Konzentrationslager deportiert wurden, darunter vier ehemaligen Häftlingen des KZ Natzweiler-"Katzbach". Ihre ergreifenden Erzählungen wurden an historischen Orten in Warschau und Frankfurt am Main gefilmt.
An der Podiumsdiskussion nahmen teil: Zbigniew Bialczyk - Zeitzeuge, Teilnehmer des Warschauer Aufstands, Eugeniusz Szobski - Mitglied des Verbandes Dachau-Natzweiler, Stanislaw Zalewski - Vorsitzender des Polnischen Verbandes von ehemaligen Häftlingen der NS-Gefängnisse und Konzentrationslager, Dr. Hermann Düringer - Vorsitzender des Vereins "Zeichen der Hoffnung" sowie Friedrich Radenbach - Vorsitzender der Claudy-Stiftung. Das Treffen wurde moderiert von Dariusz Pawlos - dem Vorsitzenden der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung". Das Thema der Diskussion war die unterschiedliche Abrechnung mit der NS-Zeit in Polen und Deutschland sowie über die unterschiedlichen Formen der Erinnerung an NS-Zwangsarbeit.
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