Die Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" ist am 2. April 2008 dem Programm "Straty osobowe i ofiary represji pod okupacja niemiecka" (Personenschäden und Opfer der Repressionen unter der deutschen Besatzung) beigetreten, welches vom Ministerium für Kultur und Nationales Erbe sowie dem Institut für Nationales Gedenken ins Leben gerufen wurde. Realisiert wird das Programm von der Stiftung "Fundacja Osrodka KARTA".
Das Ziel des Programms ist die namentliche Erinnerung an die unterdrückte polnische Zivilbevölkerung unter deutscher Besatzung in den Jahren 1939-1945 sowie das Zusammentragen jeglicher Informationen bezüglich der verfolgten Personen. Hierfür wurde eine Kooperation verschiedener polnischer Institute und Kreise gestartet. Die Mitarbeiter sammeln in einer gemeinsamen Computerdatenbank Informationen über Opfer der NS-Regimes.
Als eine an diesem Programm teilnehmende Organisation stellt die FPNP eine für polnische Maßstäbe einzigartige Datenbank bereit, in der sich Informationen über die Kriegsschicksale fast einer Million Menschen befinden, die vor dem Jahr 1945 geboren wurden.
Die Daten in der Datenbank der Stiftung wurden seit 1992 angesammelt. Informationen und Dokumente, die die Repressionen, Sklaven- und Zwangsarbeit belegen, kommen hauptsächlich direkt von den Zeitzeugen oder ihren Nachfahren.
Sie wurden vervollständigt durch Daten aus staatlichen nationalen sowie internationalen Archiven.
Die von der Stiftung gesammelten Daten stellen ein reiches und vielfältiges Material dar, das - nach einer historischen Bearbeitung - nicht nur zur Vertiefung des Wissens über diese Zeit dienen, sondern ebenso die allgemeine Politik der Besatzungsmacht gegenüber Polen sowie individuelle Schicksale von Kriegsgeschädigten thematisieren kann.
Die offizielle Übergabe der Datenbank und die Unterzeichnung des Vertrags erfolgte am 2. April 2008 im Warschauer Haus der Begegnung mit Geschichte.
Stiftung Polnisch-Deutsche Aussöhnung
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