Das wohl wertvollste Gut der Stiftung ist unser direkter und naher Kontakt zu NS-Opfern, sowie das größte polnische Archiv, in dem Dokumente der Sklaven- und Zwangsarbeit polnischer Bürger im Dritten Reich lagern.
Wie wertvoll diese Kontakte und das Archiv sind, davon zeugt die Anzahl der internationalen Partner, die seit Jahren unsere Hilfe und Erfahrung in vielfältiger Weise nutzen.
So nahmen seit der Gründung der Stiftung im Jahre 1991 über hundert deutsche Gemeinden und Städte, Institutionen und Vereine, sowie eine große Anzahl an Privatpersonen aus der ganzen Welt den Kontakt mit den Opfern durch uns auf.
Zu den wichtigsten Aktivitäten in diesem Bereich zählen Begegnungsprogramme für ehemalige ZwangsarbeiterInnen, die von Städten wie Frankfurt am Main, Karlsruhe oder Düsseldorf, kleineren Gemeinden wie Moers in Nordrhein-Westfalen, Sassnitz auf Rügen oder Seesen im Harz veranstaltet werden. Gemeinsam mit den deutschen Partnern organisieren wir diese Reisen der ehemaligen Zwangsarbeiter in die Regionen ihrer Deportation und ihres Arbeitseinsatzes, wo sie heute als Ehrengäste empfangen werden. Sie sprechen mit der Jugend über ihr Schicksal, suchen die jeweiligen Orte ihrer Zwangsarbeit auf, lernen sie aus einer ganz anderen Perspektive kennen. Allen Teilnehmern bleiben diese oftmals sehr emotionalen aber immer herzlichen Begegnungen noch lange im Gedächtnis.
In den letzten Jahren besuchten wir u.a.:
Düsseldorf Im September 2007 (4.-11.09.) fand eine Begegnungsreise polnischer ehemaliger ZwangsarbeiterInnen nach Düsseldorf statt. Es war die bereits siebte Begegnung mit ehemaligen Zwangsarbeitern aus Mittel- und Osteuropa, die von der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf organisiert wurde. Auf Einladung der Stadt Düsseldorf besuchten 13 Personen, darunter sieben Zeitzeugen die Rhein-Metropole. Das Programm vor Ort beinhaltete u.a. einen festlichen Empfang bei der Bürgermeisterin der Stadt Düsseldorf, Frau Gudrun Hock, ein Treffen mit der Landtagspräsidentin, Frau Regina van Dinther, den Besuch der ehemaligen Orte der Zwangsarbeit, Gespräche mit Jugendlichen, eine Stadtbesichtigung, den Besuch im Städtischen Museum und Polnischen Institut, eine Kranzniederlegung auf den Gräbern polnischer Zwangsarbeiter und eine zweisprachige Messe.Galerie
Bonn Zwischen dem 12. und 19. September 2007 fand in Bonn eine Begegnungswoche mit ehemaligen ZwangsarbeiterInnen aus Polen und der Ukraine statt. Wie in den Jahren zuvor hat die Stadt Bonn eine Gruppe von mehr als zehn Zeitzeugen mit Begleitpersonen eingeladen. Wie bei jeder anderen Begegnungsreise, übernahm die deutsche Seite die gesamten Reise- und Aufenthaltskosten der Teilnehmer. Auf dem Programm der Begegnung stand der Besuch der ehemaligen Arbeitsstätte, ein Treffen mit Jugendlichen und ein entspanntes touristisches Angebot.
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Sassnitz Die Stiftung "Neue Kultur" aus Berlin lud gemeinsam mit der Stadt Sassnitz bereits zum fünften Mal eine Gruppe polnischer ehemaliger ZwangsarbeiterInnen auf die Insel Rügen ein. Diesmal fiel der Besuch der Gäste aus Polen, darunter elf Zeitzeugen und neun Begleitpersonen, mit der Präsentation der Ausstellung "Erinnerung bewahren. Sklaven- und Zwangsarbeiter des Dritten Reiches aus Polen 1939-1945" der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" zusammen, die im Dokumentationszentrum Prora gezeigt wurde, und bei deren feierlichen Eröffnung die Teilnehmer der Begegnungsreise als Ehrengäste teilgenommen haben.
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Seesen Auf Einladung des Bürgermeisters der Stadt Seesen am Harz und des Vereins Spurensuche Goslar e.V. besuchte zwischen dem 27.03. und 1.04.2008 eine Gruppe von 13 Personen, darunter sechs ehemalige ZwangsarbeiterInnen aus Polen, die während des Zweiten Weltkrieges in Seesen arbeiten mussten, die Stadt und ihre Umgebung. Dank des Engagements des ehemaligen Volontärs der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung", Uwe Thümmel, hatten die Reiseteilnehmer die Gelegenheit, als Ehrengäste der Stadt, u.a. ihre ehemaligen Arbeitsstätten zu besuchen, mit Schülern über ihre Zeit in Seesen zu sprechen und eine von den Schülern speziell für sie vorbereitete Ausstellung über Zwangsarbeit zu sehen.
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Karlsruhe Vom 14-18.04.2008 ist auf Einladung der Stadt Karlsruhe eine Gruppe ehemaliger Zwangsarbeiter nach Karlsruhe gereist. Es war nunmehr die achte Begegnungsreise mit ehemaligen Zwangsarbeitern aus Mittel- und Osteuropa, die von der Stadt organisiert wurde. Diesmal zählte die Gruppe 14 Teilnehmer, darunter 8 ehemalige Zwangsarbeiter. Auf dem Programm standen u.a. das Treffen mit dem Bürgermeister H. Denecken, die Besichtigung der Orte der ehemaligen Zwangsarbeit, Jugendbegegnungen sowie die Besichtigung von Karlsruhe und Baden-Baden.
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Moers Zwischen dem 22.-29.10.2008 fand eine Begegnungsreise nach Moers (NRW) statt. Gemeinsam mit dem Verein "Erinnern für die Zukunft" und der Stadt Moers organisierte die Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" ein weiteres Treffen für ehemalige ZwangsarbeiterInnen aus Polen, der Ukraine und den Niederlanden. Neben einem feierlichen Empfang im Rathaus der Stadt und der Besichtigung ehemaliger Arbeitsorte nahmen die Besucher als Ehrengäste an der Buchpräsentation „Moers unterm Hakenkreuz“ teil.
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Sassnitz Im April 2009 fand schon zum sechsten Mal eine Begegnungsreise nach Sassnitz, Rügen statt. Die Stiftung "Neue Kultur" aus Berlin organisierte gemeinsam mit der Stadt Sassnitz den Aufenthalt einer Gruppe polnischer ehemaliger ZwangsarbeiterInnen auf der Ostseeinsel. Während des Besuches trafen die polnischen Gäste den Bürgermeister der Stadt und trugen sich in das Stadtbuch ein. Gemeinsam mit deutschen Jugendlichen besuchten sie das Dokumentationszentrum Prora und nahmen an einem Zeitzeugenradioprojekt teil.
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Neben den Begegnungsreisen organisiert die Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" in Zusammenarbeit mit deutschen und österreichischen Gedenkstätten auch Fahrten von polnischen ehemaligen KZ-Häftlingen zu den jährlichen Lagerbefreiungsfeierlichkeiten. 2009 waren das die Feierlichkeiten in den Gedenkstätten Mauthausen-Gusen, Mittelbau-Dora und Flossenbürg.
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Kommende Begegnungsreisen:
Im August 2009 fand eine Begegnungsreise für ehemalige ZwangsarbeiterInnen aus Polen nach Helmstedt statt – gemeinsam organisiert von der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" und der Stadt Helmstedt.
Im September 2010 findet in Zusammenarbeit mit dem Freundeskreis KZ-Gedenkstätte Neuengamme eine Begegnungsreise nach Hamburg statt.
Des Weiteren sind weitere Reisen für 2010 u.a. nach Dresden, Leipzig, Sassnitz und Bonn vorgesehen.
Des Weiteren ist die Fortsetzung der Begegnungen der o.e. Organisationen und Städten geplant.
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