Bogdan Bartnikowski, geboren 1932, wurde mit zwölf Jahren ins Lager Auschwitz-Birkenau. Er überlebte die Hölle des Vernichtungslagers, auch die von Sachsenhausen. Nach dem Krieg arbeitete er als Journalist und Autor. Seine Erinnerungen an diese Kindheit, die keine Kindheit sein durfte, schrieb er erst in den Sechzigerjahren nieder.
Als Bogdan Bartnikowski 1969 in Polen sein Buch "Eine Kindheit hinterm Stacheldraht" veröffentlichte, berührte er damit ein Thema, das bis dahin unbearbeitet geblieben war. Denn nicht nur Erwachsene sind im Zweiten Weltkrieg zu Tausenden in den Arbeits- und Vernichtungslagern verschwunden, sondern auch Kinder.
Gerade die Kindheit, die für viele als die schönste Zeit des Lebens in Erinnerung bleibt, verbrachten diese Kinder nicht auf dem Spielplatz, sondern in Holzbaracken hinter Mauern, Zäunen und Gittern. Wer überlebte, trägt das Trauma der verlorenen Kindheit ein Leben lang in sich.
In seinen Erinnerungen beschreibt Bogdan Bartnikowski seine Erlebnisse aus der Perspektive eines Kindes. In diesem Buch sind auch die Lagererlebnisse anderer polnischer Kinder verarbeitet, die nach der Auflösung von Auschwitz-Birkenau in andere Konzentrationslager gebracht wurden.
"Eine Kindheit hinterm Stacheldraht" ist nun auch auf Deutsch und Englisch erschienen.
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