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Freiwilligendienst

"Freiwilligendienst bedeutet nicht nur gute Taten zu vollbringen, den Älteren, Kranken, Armen, Obdachlosen Eure Zeit zu schenken. Es ist vor allem eine gewisse Vision der Menschlichkeit, der Freiheit."
Erzbischof Józef Zycinski
zum Internationalen Tag der Freiwilligen 2005

Der Freiwilligendienst wird seit einigen Jahren im Rahmen der humanitären Programme der Stiftung entwickelt.

Die Idee der Unterstützung von Opfern des Nationalsozialismus zieht Menschen jedes Alters an, vor allem aber Jugendliche. Unsere jungen Freiwilligen helfen bei den täglichen Einkäufen oder bei der Hausarbeit, jedoch sind es die engen Beziehungen zwischen den Jugendlichen und den Senioren, aus denen zuweilen Freundschaften entstehen, die die außerordentliche Rolle der Volontariate ausmachen. Diese Annäherung der Generationen ist eine wertvolle Erfahrung für beide Seiten. Den jungen Menschen hilft es, die Geschichte besser zu verstehen, den älteren Menschen bereitet es viel Freude und Wohlbehagen.

Für die ehrenamtliche Tätigkeit melden sich bei uns auch viele Jugendliche aus Deutschland. Sie werden in die Arbeit der Stiftung - bei der Organisation von Konferenzen, Ausstellungen und Treffen eingebunden, sie besuchen die Opfer des Dritten Reichs, zeichnen ihre Aussagen und Erinnerungen auf, Studenten führen Interviews durch, welche sie dann für ihre Diplomarbeiten nutzen.

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Aktuelles

Trinationaler Workshop in Motycz Lesny

Vom 11. – 19.10.09 nahmen zwei Freiwillige der Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" an dem Workshop "Klamry Czasu", zu deutsch "Klammern der Zeit", teil, der in Motycz Lesny statt fand, und an dem Jugendliche aus Deutschland, Polen und der Ukraine teilnahmen. Dort sollte über die positiven Abschnitte der deutsch-polnischen Geschichte gesprochen werden. Der eine Abschnitt spielte sich im frühen Mittelalter ab, als Kaiser Otto III. dem polnischen Fürsten Boleslaw die Krone anbot. Diesen Abschnitt konnten die Teilnehmer körperlich nachvollziehen, denn sie spielten diesen Abend im Mittelalter als LARP (live action role play) eine Art Theaterspiel nach. Der zweite Abschnitt bezog sich auf die momentane Zeit der Europäischen Union. Hier diskutierten die Teilnehmer sehr munter über die Vor- und Nachteile der EU. Es gab auch Länderabende: ein polnischer, auf dem der traditionelle Baumkuchen probiert werden konnte und ein deutsch-ukrainischer, auf dem einerseits deutsche Persönlichkeiten vorgestellt wurden und andererseits auch ukrainische Spezialitäten probiert werden konnten. Die Verständigung unter den Ukrainern und den Deutschen funktionierte auf Englisch sehr gut und es wurden viele Kontakte geknüpft. Wir unternahmen auch Ausflüge nach Zamosc und Lublin und konnten an einem Theater- und einem Zirkusworkshop teilnehmen, an dem Jonglierbälle gebastelt wurden und das Jonglieren erlernt wurde. Es hat sich sehr gelohnt, an diesem Seminar teilzunehmen, denn er bot die Möglichkeit internationale Kontakte zu knüpfen.

Bereits 39 Freiwillige im Dienste der Erinnerung!

Bereits 30 Freiwillige sind derzeit im Sozialen Freiwilligendienst engagiert und helfen NS-Opfern in ihren Häusern und in Pflegeeinrichtungen. Sie unterstützen und begleiten sie ein Stück in ihrem Alltag. 9 weitere Freiwillige arbeiten derzeit im Büro und im Archiv der Stiftung an Projekten und Bildungsarbeit mit.

Freiwilliger der FPNP nimmt am Programm "Subkultury" in Motycz Lesny teil

Vom 13.04.-19.04.2009 werden Jugendliche aus Polen, Ukraine und Deutschland in einem von der Stiftung Szczesliwe Dziecinstwo organisiertem Seminar in Motycz Lesny den Aspekt der Subkulturen aus verschiedenen Perspektiven betrachten und ihn reflektieren. Peter wird bereits das zweite Mal in Motycz Lesny an einem Seminar teilnehmen.

Sommerprogramm für Freiwillige

Die Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" arbeitet derzeit ein komplexes Praktikumsprogramm für die Sommermonate im Rahmen der Digitalisierung von historischen Dokumenten aus. Die Stiftung "Polnisch-Deutsche Aussöhnung" hat während ihrer bisherigen Tätigkeit in den Jahren 1992-2008 persönliche Dokumente von über einer Million Menschen, die aufgrund nationalsozialistischer Verfolgung eine humanitäre Finanzleistung beantragt haben, angesammelt. Die Dokumente beinhalten in der Regel eine ausführliche Beschreibung des Einsatzortes und der herrschenden Bedingungen dort, belegt durch zusätzliche Zeugenberichte und Erklärungen sowie den Originalen oder Kopien von Amtsdokumenten, oft sogar ergänzt durch Fotographien. Die Stiftung wird in den Sommermonaten mehrere Praktikumsplätze für die Teilnahme am Projekt der Digitalisierung des Archivs in ihrem Archiv ausschreiben. Alle Interessierten bitte wir unsere Website zu verfolgen oder per Mail bei kwujec(at)fpnp.pl nachzufragen.